AI verändert das Baseball-Coaching nicht — es zwingt uns, ehrlich hinzusehen

Baseball Spielanalyse

De Diskussion über künstliche Intelligenz im Baseball fühlt sich immer mehr wie ein Kampf zwischen Hoffnung und Angst, zwischen Versprechen und Misstrauen an, während...

AI verändert das Baseball-Coaching nicht — es zwingt uns, ehrlich hinzusehen

Reinier Sierag

4 Minuten Lesezeit

Ein Kommentar

Die Diskussion über künstliche Intelligenz im Baseball fühlt sich zunehmend wie ein Kampf zwischen Hoffnung und Angst, zwischen Versprechen und Misstrauen an, während die Realität viel prosaischer ist: KI betritt nicht das Feld, steht nicht im Trainerbereich und trifft keine Entscheidungen während eines Spiels, sondern beobachtet, misst und merkt sich mit einer Konsistenz, die für Menschen unmöglich ist. Genau das macht sie so interessant und unangenehm für Trainer.

Wer den aktuellen Artikel von USA Baseball aufmerksam liest, sieht keine technologischen Euphorien, sondern eine nüchterne Warnung in Form eines Leitfadens: Künstliche Intelligenz ist kein Ersatz für Coaching, sondern ein Vergrößerungsglas, das gnadenlos sichtbar macht, was wir tun, wie konsequent wir das tun und wo unsere Annahmen nicht mit der Realität übereinstimmen.

Das ist keine futuristische Geschichte, sondern eine praktische Feststellung, die tief an den Kern des Coachings rührt, besonders in einem Sport, in dem Entwicklung selten linear verläuft und in dem der Kontext entscheidend ist.

Baseball-Coaches arbeiten seit Jahrzehnten mit Daten, doch diese Daten befanden sich vor allem im Kopf des Coaches selbst: Erinnerungen an Swings, ein Gefühl für Timing, Beobachtungen über Haltung und Verhalten, Intuition, die aus Hunderten von Trainingseinheiten und Spielen entstanden ist.AI verändert daran inhaltlich wenig, zwingt jedoch zur Präzision, da sie nicht vergisst, nicht selektiv hinschaut und nicht durch Emotionen oder Momentaufnahmen gefärbt wird.

Wo ein Coach gezwungen ist zu verallgemeinern, wiederholt, vergleicht und stapelt ein Algorithmus unermüdlich, bis Muster sichtbar werden, die mit bloßem Auge einfach nicht erfasst werden können.

Das führt zu einer unangenehmen Wahrheit: KI zeigt nicht nur den Spieler, sondern auch den Coach.

Es zeigt sichtbar, wo die Unterstützung konstant ist und wo nicht, wo Übungen tatsächlich Wirkung zeigen und wo sie sich vor allem gut anfühlen, wo Fortschritte erzielt werden und wo Stagnation mit „einer Phase“ verwechselt wird.In diesem Sinne ist KI kein Werkzeug, das die Arbeit einfacher macht, sondern ein Spiegel, der die Arbeit fairer gestaltet, und das erfordert etwas von dem Coach, der bereit sein muss, seine eigenen Annahmen zu hinterfragen.

Gerade im Jugendcoaching ist diese Spannung spürbar, weil Daten dort schnell als Instrument zum Vergleichen, Auswählen oder Bewerten gesehen werden, während der wahre Wert genau das Gegenteil ist: die individuelle Entwicklung über die Zeit sichtbar zu machen, unabhängig von anderen, losgelöst von Momentaufnahmen, unabhängig von emotionalen Hochs und Tiefs.

Künstliche Intelligenz kann zeigen, dass Rückschläge normal sind, dass Wachstum in Schüben erfolgt und dass Müdigkeit, Wachstum oder Rollenwechsel Einfluss auf die Leistung haben. Das Ziel ist nicht, Schlussfolgerungen zu ziehen, sondern Ruhe in die Gespräche mit Spielern, Eltern und dem Team zu bringen.

Hier liegt auch der Unterschied zwischen sinnvollem Einsatz und Missbrauch von Technologie.

Rohdaten ohne Kontext sind gefährlich, und die Autoren von USA Baseball sind dabei bemerkenswert deutlich: Zahlen erhalten erst dann Bedeutung, wenn sie in die Umstände eingebettet sind, unter denen sie entstanden sind.War es Training oder Spiel, war der Spieler im Aufbau, spielte er eine andere Position, gab es körperliches Wachstum oder mentalen Druck — das sind keine Details, das ist Coaching.

KI kann Muster erkennen, aber nur der Coach kann die Geschichte darum herum interpretieren.

Diese Philosophie spiegelt sich auch in der Art und Weise wider, wie CoachBall aufgebaut ist – nicht als Autorität, die Urteile spricht, sondern als Erweiterung der Coaching-Fähigkeiten.

Data, Videos und Trends werden zusammengebracht, um zurückzublicken, zu vergleichen und zu reflektieren, ohne die Illusion zu wecken, dass ein Algorithmus besser weiß, was ein Spieler braucht, als der Coach, der ihn wöchentlich sieht, mit ihm spricht und ihn begleitet.

Technologie übernimmt die administrativen und repetitiven Aufgaben, sodass der Coach Zeit und Aufmerksamkeit für den menschlichen Teil des Jobs hat.

Die Angst, dass KI das Coaching „kalt“ oder „unpersönlich“ macht, verfehlt dabei den Kern.Das Gegenteil ist der Fall: Gerade weil Beobachtungen konsistenter und objektiver werden, entsteht Raum für Empathie, Nuancen und individuelle Anpassungen.Diskussionen verlagern sich von Meinungen zu Entwicklungen, vom Vergleichen zum Verstehen, vom Reagieren zum Begleiten.

Nicht, weil die KI das erzwingt, sondern weil sie aufdeckt, was wirklich passiert.

Vielleicht ist das die wichtigste Schlussfolgerung: KI verändert Baseball nicht, indem sie etwas Neues hinzufügt, sondern indem sie etwas wegnimmt – Lärm, Annahmen und selektives Gedächtnis.

Wat overblijft is het Handwerk des Trainers, schärfer herausgearbeitet als je zuvor.Wer bereit ist, diesen Spiegel zu nutzen, gewinnt Zeit, Einsicht und Ruhe.Wer das nicht möchte, wird Technologie weiterhin als Bedrohung sehen.Maar niet omdat AI te machtig is, eerder omdat het te eerlijk is.

Quelle
USA Baseball Entwickelt – Ein Leitfaden für Trainer zur künstlichen Intelligenz im Baseball
https://usabdevelops.com/page/5015/blog/24761/a-coachs-guide-to-artificial-intelligence-in-baseball

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